Preise für besonderes Engagement 2024/2025
STUDIUM – Constantin Meyer zu Allendorf
Laudatio
Die Universitätsgesellschaft Leipzig vergibt für besonderes Engagement für die Universität Leipzig im akademischen Jahr 2024/25 den Preis für besondere Leistungen im Studium an Constantin Meyer zu Allendorf.
Die Mitwirkung von Studierenden in der akademischen Selbstverwaltung geschieht vielfach im Stillen. Sie erfordert Disziplin und Weitsicht, bildet aber das unverzichtbare Fundament unseres universitären Miteinanders. Wir ehren heute mit Constantin Meyer zu Allendorf einen Studierenden, der dies als echten Gestaltungsauftrag begriffen hat. Er pflegt einen weit verstandenen Kommunikationsansatz mit dem Ziel der Gewinnung von Menschen und Überzeugungen für studentische Anliegen. Seit 2021 studiert er Rechtwissenschaften an der Universität Leipzig und befindet sich nun im 9. Fachsemester.
Durch sein beharrliches Wirken auf allen Ebenen trug er zur Aktivierung von vielfachen studentischen Engagement in der Juristischen Fakultät bei. Er hat sein Mandat als Sprecher des Fachschaftsrates und als Mitglied des Fakultätsrates als Möglichkeit der institutionellen Partizipation und Gestaltung begriffen. Sein Engagement zeichnete sich auch dadurch aus, dass er stets über die unmittelbaren Interessen der Studierendenschaft hinaus die Fakultät als Ganzes im Blick behielt. Als Initiator des „Bundes Mitteldeutscher Fachschaftsräte“ schuf er eine Allianz mit den studentischen Vertretungen in Jena und Halle, um Reformen wie den Bachelor of Law mit überregionalem Nachdruck voranzutreiben.
Ein wichtiges Anliegen seines Engagements im Fakultätsrat war die Qualitätssicherung der Lehre. Ob es um die Organisation von Ersatzvorlesungen zur Sicherung des Lehrangebots ging oder um die Forderung nach der Einführung anonymisierter Klausuren zur Gewährleistung objektiver Bewertungsmaßstäbe: Er agierte stets lösungsorientiert.
Ihm ist es zudem gelungen, die oft beklagte „Jurablase“ zugunsten eines breiteren gesellschaftlichen Diskurses zu öffnen. Sei es durch die Etablierung des Sommerfestes auf dem Leipziger Burgplatz als zentralem Begegnungsort für Studierende, Alumni, Justiz und Politik mit über 1.000 Gästen oder durch die intensive Kooperation mit der Stiftung Forum Recht, auch in Hinblick auf gemeinsame räumliche Projekte. Er organisierte Veranstaltungen, die juristische Fragestellungen interdisziplinär beleuchteten, exemplarisch kann hier die von ihm initiierte Podiumsdiskussion zur Resozialisierung im Jugendstrafvollzug genannt werden.
Constantin Meyer zu Allendorf wird übergreifend als verlässlicher und integrer Ansprechpartner geschätzt. Er hat bewiesen, dass studentisches Engagement einen wesentlichen Beitrag zur akademischen Kultur, zum Dialog und zur Außenwirkung der Universität leisten kann.
Für diese außerordentlichen Verdienste verleiht der Vorstand der Universitätsgesellschaft sehr gern den Preis für besonderes Engagement im Studium an Constantin Meyer zu Allendorf.
