Sonderpreise für MINT-Transfer (im Wettbewerb Jugend forscht)

Alexandra Helbig

„Was mir der Preis bedeutet …“

„Die MINT-Fächer interessieren mich schon seit meiner gesamten Schulzeit. Ich freue mich daher umso mehr, denn MINT-Transfer-Preis erhalten zu haben. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass mehr junge Leute die MINT-Fächer schätzen lernen und mit ihren innovativen Ideen die Zukunft mitgestalten.“ – Alexandra Helbig

 

Kurzlaudatio

„Alexandra schafft es in Ihrer Arbeit den Zahn der Zeit zu treffen und untersucht Möglichkeiten zur CO2-Einsparung im Baugewerbe mithilfe des Baustoff Lehms und den noch unerforschten Gebiet zu dessen Beständigkeit gegen äußere Umwelteinflüsse. Sie setzt sich in Ihrer schriftlichen Ausarbeitung sehr ausgiebig mit dem Stand der Technik mithilfe einer Literaturrecherche in der deutschen Nationalbibliothek (u.A. auch engl. sprachige Literatur) und der Verständigung international.

Wissenschaftlern auseinander. So findet sie vergessene Methoden und wendet diese in Ihren zahlreichen, strukturierten Versuchen an. Selbst von der aktuellen Pandemie-Lage lässt sie sich nicht unterkriegen und entwickelt eigene Versuchsapparaturen, die in Ihrer Einfachheit genial sind und ihren Zweck erfüllen. Zudem schafft es Alexandra in Ihrer schriftlichen Ausführung den kompletten Entwicklungsweg kurz und aussagekräftig inkl. Bilder darzustellen. Sie kommt zu dem erstaunlichem Ergebnis, dass eine „Beschichtung“ des Lehms gegen Witterungseinflüsse möglich ist. Zwar könnte Lehm keine baulichen Tragwerksstrukturen ersetzen, jedoch als bauliche Alternative für Fassaden dienen (mit Vorteilen für das Raumklima). Diese innovative Arbeit ist nun Grundlage für weitere Untersuchung hinsichtlich der konstruktiven Umsetzung. Es bleibt weiterhin spannend welche Innovationen auf diesem Gebiet stattfinden.

Diese Arbeit sehe ich als gutes Fallbeispiel für die Schul- und Lehrerausbildung, denn in ihr vereint sich Erfindergeist und Innovation gepaart mit einer sehr guten schriftlichen Ausarbeitung – die nebenbei bemerkt sehr viel Spaß macht zu lesen. Zudem beweist Alexandra zu welchem Engagement und mit welcher Akribie Jugendliche mit 14 Jahren in der Lage sind ein wissenschaftliches Thema eigeninitiativ zu bearbeiten.“

Florian Panzer
VDI Bezirksverein Leipzig